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Auf den Spuren der Templer in Wien

Eine Führung für die Mitglieder und Gäste des Österreichischen Radiästhesie Verbandes.


Am 20. Oktober 2023 begaben wir uns auf die Spuren der Templer durch Wien. Wir wollten von der Wiener Stadtführerin und Buchautorin Gabriele Lukacs erfahren, ob es den geheimnisvollen Ritterorden auch in Wien gab und was davon heute noch zu sehen ist.

Wo war die Zentrale? Was ist vom Vermächtnis noch übrig? Hatten die Rittermönche Geheimwissen und zelebrierten okkulte Rituale in verborgenen, unterirdischen Kapellen?

Blutgasse

Unsere Tour startete bei der Virgilkapelle unter dem Stephansplatz. Zunächst erspürten wir den Kraftplatz mit seinen Wasseradern, Gitternetzen und Energielinien. Dieser Sakralraum steht auf einem Jahrtausende alten Kultplatz und wurde von uns auch als solcher wahrgenommen. Die Wandmalereien in den sechs Rundnischen zeigen jeweils ein rotes Radkreuz in Form des bekannten Templerkreuzes. Ein unterirdischer Stollen aus dem heute noch vorhandenen Brunnenschacht soll in die Blutgasse führen, wo sich eine Templer Niederlassung befand. Die Blutgasse soll ihren Namen von der Verhaftung der Templer am Freitag, den 13. Oktober 1308 erhalten haben, wo das Blut der Hingemetzelten – der Sage nach - durch die Gasse floss. Dieses Datum ist bis heute ein gemiedenes, welches der Überlieferung nach Unglück bringt. Unter der heute 300 Jahre alten Platane soll der Schatz liegen, den die flüchtenden Ordensleute im Keller des Hauses vergraben haben. In der Platane selbst ist nachweislich ein Stück Eisen eingewachsen, das einem Schwert gleicht, wie Röntgenuntersuchungen bewiesen haben. Könnte es tatsächlich ein Kreuzritter Schwert sein? Und liegt der Schatz noch immer in den tiefen Kellergewölben des 700 Jahre alten Gebäudes? Einige von uns wollten zu graben beginnen...

Schmuckstück mit Templerkreuz

Unsere nächste Station war das imposante Deutschordenshaus mit seinen idyllischen Innenhöfen und Wiens schönstem Blick auf den Stephansdom. Eine Oase mitten im Trubel der Großstadt. Die Wappen der Großmeister an den Kirchenwänden und der Thron des Hochmeisters auf dem sogenannten Platz der Beredsamkeit beeindruckte die anwesenden Radiästheten. In der Schatzkammer des Ordens liegt ein rätselhaftes Schmuckstück, ein Anhänger mit rotem Templerkreuz und Fisch und Vogel, die Szepter und Stab halten. Es entspann sich eine Diskussion unter den Fischern und Vogelkundlern der Gruppe, die die Tiere als Rabe und Hecht identifizierten. Die Symbolik dahinter konnten wir jedoch nicht entschlüsseln und die Frage, wie das Schmuckstück mit dem Templerkreuz in die Schatzkammer des Deutschen Ordens kam, ebenso wenig beantworten. Vermutlich war es ein Geschenk eines Templer Großmeisters an den Hochmeister des Bruderordens. Oder stammt es gar aus dem versteckten Templerschatz in der Blutgasse?


Weiter ging es in die Rauhensteingasse, vorbei an der Großloge der Freimaurer und der Buchhandlung des hermetischen Wissens. Hermetisch verschlossen war zwar das Tor zur Loge, die Buchhandlung steht jedoch für alle offen und kann von jedermann/frau besucht werden.

Unsere letzte Station war die Malteserkirche. Auch dort wieder die Hochmeister Wappen auf vergoldeten Schilden. Darunter ein Prokurator, dessen Vorfahre vermutlich Templer war. Dessen bis heute nicht rostendes Schwert, ein Meisterstück eines Schmiedes, liegt im Linzer Landesmuseum und wird derzeit von der Uni Salzburg auf seine Herkunft untersucht. Gabriele Lukacs konnte erst vor Kurzem das Schwert im Museum ausfindig machen und die österreichischen Templer-Vereine darüber informieren.


Auf diese Weise schlugen wir den Bogen von der ehemaligen Templerkapelle, über die sagenhafte Blutgasse und den Templerschatz bis zu den heutigen Templer-Vereinen.

Damit beendeten wir hier unseren Rundgang auf den Spuren der drei mittelalterlichen Ritterorden. Zumindest zwei davon zeigen in Wien noch immer eindrucksvoll ihre Präsenz. Der dritte Orden, die Templer existieren heute nur mehr als Verein, der seine historische Aufgabe weiter zu bewahren versucht.


Alle Fotos G.Lukacs


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