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Die Wiener Flaktürme und ihre Stellung zum Stadtzentrum

2007, angeregt durch einen Zeitungsbericht über Möglichkeiten einer Nachnutzung der Wiener Flaktürme, den 6 Betonmonstern, erinnere ich mich an meine 1995 gemachte Entdeckung über ihre besondere Stellung innerhalb der Stadtlandschaft.

 

Zufall oder Absicht? Die Flaktürme, jeweils als Zwillingspaar konzipiert – Feuerturm und Mess- bzw. Leitturm – stehen im Lageplan der Stadt derart positioniert, dass sie Dreiecke bilden. In ihrem geometrischen Schwerpunkt liegen/stehen die bedeutendsten Gebäude der christlichen Macht Österreichs: Stephans-Dom und die Erzbischöflichen Palais. Es hat den Anschein, als sei es seinerzeit Absicht gewesen dieses religiöse Zentrum durch ein magisches Dreieck vor den Bomben alliierter Flieger-Geschwader zu schützen – quasi das Göttliche Auge mit der Symbolik der Dreieinheit "Vater, Sohn u. Heiliger Geist".

 

DIE BILDUNG GEOMETRISCHER STRUKTUREN DURCH DIE STELLUNG VON KULT- bzw. KULTURBAUWERKEN ZU EINANDER.

 

Heute, nach vielen Untersuchungen weltweit, über derartige geometrische Phänomene

bin ich zur Einsicht gelangt, es handelt sich hier um ein sowohl als auch. Die Vermessungskunstwerke, wie sie Architekt Dipl.Ing. Roland Fabro im Ennstal erforscht

hat – bei welchen sich gezeigt hat, wie sich die Örtlichkeit von KulturBaulichkeiten in der Landschaft in exakten, geometrischen Formen darstellen – sind sicherlich nicht mit Maßband und Messlatte einjustiert worden. Zur Zeit ihrer vermutlichen Errichtung waren messtechnische Voraussetzungen, wie wir sie seit den Römern kennen, sicher noch gar nicht gegeben.

 

Und weil sich dieses Phänomen nicht nur bei Kult- und Kulturbauwerken älterer Kulturen und Stilepochen finden lässt, sondern auch bei Kulturbauwerken unserer Zeit, wie beispielsweise bei Autobahn-Dreiecken und Abfahrten, Krankenhäusern, Schulen, Kindergärten, sogar bei E-Kraftwerken und Umspannwerken, wird die Angelegenheit erst richtig interessant. In wessen Interesse könnte es schon gelegen sein, dass derartige Stellungsspiele angestellt wurden und noch immer werden? Abgesehen von den Mühen entsprechende Grundstücke zu finden und zu erwerben, die genau in ein geplantes, geometrisches Muster passen. Oder welcher hohe und mächtige Beamte einer Raumplanungs- bzw. Stadtplanungs-Abteilung oder Persönlichkeit einer geheimen Bruderschaft oder Religion hat hier eine stille Absicht, Freude oder Nutzen an derartigen Konstruktionen, die sich ja in allen Zivilisationen finden lassen – sowohl in Städten als auch in der Landschaft, über alle geologischen Hindernisse hinweg bis in kontinentale Dimensionen.

 

Da außer über Kriegsbauten und Tempelanlagen nie etwas darüber bekannt geworden ist nehme ich an, dass Bauwerke höherer Ordnung – also Konstrukte menschlicher Intelligenz für einen spezifischen Zweck, Kult oder Ismus – ihren jeweils besten Platz aus sich heraus selber bestimmen – und zwar einer ihnen innewohnenden Kristallgitterstruktur, ihrer Matrix, folgend. Angefangen bei Kultplätzen der Urzeit, über die Tempel der Antike, den Burgen, Schlössern und Kirchen des Mittelalters, bis herauf zu den Kultbauten unseres heutigen Gesundheits-Wesens, des Bildungs-Wesens, des Verkehrs-Wesens, des Konsum-Wesens, des Industrie-Wesens und anderen Wesenheiten unserer Zivilisation(denen wir mit viel Respekt, Achtung und finanziellen Opfern huldigen), bilden diese – durch ihre Stellung – alle die weit über die Lande gespannten, geometrischen, kristallinen Muster.

 

Wir Menschen, die wir unsere Kulte selbst kreieren und entwickeln (von welchen Göttern, Gott oder Diktator auch immer inspiriert), um dann deren Diener zu sein, sind damit immer auch – bewusst oder unbewusst – Werkzeuge jenes schöpferischen, kosmischen Meta-Geistes, der sich durch und mit unserer menschlichen Kreativität und Arbeit permanent und neu interpretiert. Und damit ist schon der Gedanke allein und der Beschluss es zu tun vorauseilend wirksam – sich den optimalen Ort zu suchen. Der Augur, Druide, Geomant, Stadtplaner ist dann quasi nicht der Finder, sondern der Hingeführte.

 

Da alle Gebilde in der Natur, angefangen bei Mikroben, beim Schneekristall, bis zu den DNS- und Galaxie-Spiralen, letztendlich einem geometrischen Bauplan folgen und damit offensichtlich einem intelligenten Prinzip – ist es wohl auch ein Naturgesetz, dass alles menschliche Gestalten diesem kristallin- bzw. spiralgeometrisch wirkendem Prinzip unterliegt und damit auch dem Spiel der Zahlen (siehe Eliphas Levi), egal ob es nun dem so genannten Guten oder Bösen dienen mag – denn das Naturgesetz kennt diese moralische Unterscheidung nicht.

 

Aus dieser Sicht ist die seltsame Anordnung der Innenstadt-Klöster und deren Kirchen in Wien – in einem leicht windschiefen Fünfeck* >Pentagramm (magisches Schutzsymbol) rund um die Virgilkapelle (unterirdisches Mitrasheiligtum der Römer aus der Zeit der Gründung von Vindobona) zu verstehen und nicht als eine vordergründig beabsichtigte stadtplanerische Konstruktion. Eine menschliche Absicht, ein Programm dahinter zu vermuten ist schwer zu verstehen, wenn man bedenkt, dass oft hunderte Jahre zwischen den Bauzeiten der einzelnen Objekte liegen. Ein derart unsichtbar im Verborgenen wirkendes Schutzsymbol anzulegen, nur um diesen unterirdischen Kultraum aus der Römerzeit zu schützen, ist schwer vorstellbar.

 

Ähnliche Pentagramme finden wir auch in anderen Städten, wie Würzburg oder Graz und wer weiß wo nicht noch überall. Auch in Landschaften, wie im Waldviertel oder rund um den Ötscher (im südlichen Niederösterreich) bilden Ortschaften durch ihre Lage 5 bzw. 6 Sterne. Ihnen allen kann keine vordergründig, konstruierte Absicht nachgewiesen werden. Selbst jene, offenkundig bewusst geplanten Konstruktionen, wie in Wien das Schloss Schönbrunn, die Karlsruher Schlossanlage, Roms Vatikan, oder Washingtons Pentagon, die jeweils in einer Epoche entstanden sind, sind durch ihre Lage und Ausrichtung wiederum nur Punkte in einer größeren geometrischen Konstruktion, in die man sich unmöglich wissentlich hinein gefügt haben konnte.

 

Genauso wenig wird den NS-Kriegsstrategen und Wehr-Baumeistern eine Absicht zuzuschreiben sein, mit der sie – in den Vierziger-Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts – die riesigen Bomber-Abwehr-Türme in Wien absichtlich genauso positioniert haben, damit sie jene Dreiecke bilden, in deren geometrischem Schwerpunkt die Gebäude des katholischen Kult-Bezirkes zu liegen kommen.

 

Was ist Zufall oder warum fällt was, wem und wie zu? Wahrscheinlich immer demjenigen

dasjenige, das mit ihm in Resonanz steht oder eine hohe Affinität zu ihm hat.

 

Lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen, falls existierende Pläne od. Aufzeichnungen einen Hinweis auf Absprachen zwischen Hitlers Wehrmacht und Erzdiözese Wien geben würden.

 

* Entdeckt 1990 gemeinsam mit Arch. Werner Vogl.

 

Aus: Mitteilungsheft 86/2013

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