Geomantie – Was Orte wirklich ausstrahlen. Die verborgenen Kräfte der Landschaft verstehen
- Ewald Kalteiß
- vor 5 Stunden
- 7 Min. Lesezeit
Ob Felsgrat, Wasserfall oder Gartenweg – jeder Ort trägt ein einzigartiges Feld aus natürlichen Kräften. Geomantie zeigt, wie kosmische, atmosphärische und geologische Energien zusammenwirken und unsere Wahrnehmung formen. Wer lernt, die feinen Schwingungen zu lesen, erkennt, warum manche Plätze beleben, andere beruhigen – und wie Kraftorte sogar bewusst gestaltet werden können.
Der Begriff Geomantie wird sehr unterschiedlich verwendet – von „aus der Kraft des Ortes die Zukunft sehen“ über „magische Erdkräfte“ bis hin zu geophysikalischen Einflüssen oder Formen der Weissagung. Nach Prof.Dr. Beate Birkigt-Quentin ist die Geomantie zum Beispiel eine Wissenschaft, die sich mit den Grundlagen der Gestaltung befasst.
Was ist Geomantie eigentlich?
Für mich bedeutet Geomantie: Die Verteilung und die Wandlung der natürlichen Energien erkennen und verwenden. Die Harmonie der Landschaft im Ursprung und nach menschlicher Gestaltung sollen uns bewusst werden. Dazu gehört auch das Erspüren der Eigenschaften und der Charakter eines Ortes. Wer beruflich mit der Gestaltung von Landschaften und Gärten beschäftigt ist, hat die Möglichkeit die besonderen Kräfte der Natur einzubinden. Das trägt dazu bei, sich in der Landschaft, im Garten und in der Wohnung wohlzufühlen. Geomantie deckt auch die Begriffe Aeromantie (Deutung von Luft- und Himmelsphänomenen) und Hydromantie (Beobachtung von Wasseroberflächen) ab. Geomantie fasst alles zusammen.
In der Landschaft, im Garten spielen die Winde eine wichtige Rolle. Schon in der antiken Stadtplanung wurde Wert daraufgelegt, zu wissen, woher weht (welcher) Wind, bzw. woher kommen welche geomantischen Zonen.
Gesundheit und Heilung, Kreativität, Harmonie, Plätze mit diesen Eigenschaften zu finden, ist Aufgabe eines geomantisch arbeitenden Menschen. Auch bestimmte Orte werden entdeckt, die Macht, Recht und Beeinflussung unterstützen.
Die 6 Sinne im Einsatz
Die Beschäftigung mit den geophysikalischen Kräften beinhaltet eine Wirkung auf körperlicher, seelischer und geistiger Ebene. In der Geomantie kommen alle unsere Sinne zum Einsatz, nämlich Sehen, Hören, Riechen, Schmecken. Tasten und Temperaturfühlen stehen uns zur Verfügung.
Damit erfassen wir die Eigenschaften eines Platzes und wir erhalten einen Eindruck. Es entwickelt sich ein Gefühl wie der Ort, wie die Landschaft auf uns wirkt: Beruhigend, anregend oder aufregend.
Wichtig, es ist eine Momentaufnahme. Zu anderen Zeiten können andere Bedingungen herrschen und wir fühlen und spüren andere Einflüsse.
Somit ist die geomantische Beschreibung eines Platzes ohne Angaben der unten angegebenen Bedingungen nicht automatisch für alle Zeiten gültig. Wir machen schlichtweg eine Momentaufnahme.
Eine Landschaft bei Sonnenschein hat eine andere Wirkung als im Mondschein und ist auch bei Regen anders. Nehmen wir einen beliebigen Punkt/Ort auf der Erdoberfläche. Welche Kräfte können darauf einwirken? Aus naturwissenschaftlicher Sicht sind die unterschiedlichsten Strahlungsarten und Kräfte daran mitbeteiligt, welches Energiepotenzial an einem Ort herrscht. Angesichts der unten gezeigten Vielfalt von Kräften kann davon ausgegangen werden, dass kein Ort auf der Erde dieselben Eigenschaften besitzt wie ein anderer. Besonders, wenn die Zeit als 4. Dimension mit einbezogen wird. Dann wird auch deutlich, dass die an einem Ort gemessenen Werte und die gefühlten Eindrücke vom Zeitpunkt abhängig sind. Tag, Monat, Jahreszeiten und das Jahr selbst haben unterschiedlichste Einflüsse. Alles zusammen bewirkt beim Menschen das Empfinden für einen Ort und er bezeichnet es als „feinstofflich“.
Kräfte die auf einen Ort wirken können:
Von außen:
Nullpunktenergie aus dem Weltall (Hintergrundstrahlung) und Strahlung der Galaxien.
Atmosphärische Strahlung, Schumannwellen
Sonneneinstrahlung Gravitation / Magnetfeld / Hochfrequente Strahlung / Partikelstrahlung, Tageszeiten, Jahreszeiten, Mondstand, Wetterlage
Gezeiten der Gesteinsschichten
Vom Erdinneren: Gravitation
Erdmagnetfeld
elektromagnetische Wellen
Radioaktivität – Radon- Neutronenstrahlung
Elektrostatik
Anzahl der negativen Luftionen
Elektrische Leitfähigkeit des Bodens
Geologie
Pflanzenbewuchs
Tiere
Temperatur
Luftfeuchtigkeit
Lichtverhältnisse
Elektrische und magnetische Felder durch das Wettergeschehen
Elektrostatik zwischen Erdoberfläche und Atmosphäre
Lokale AuswirkungenGrundsätzliche Ausgangslage ist die vom Untergrund, der Oberfläche, der Einwirkung von der Atmosphäre (Wetter), Sonne, Mondstand und der kosmischen Strahlung zusammengesetzte Energieverteilung.
Kraftplätze wurden und werden auch heute von Menschen eingerichtet.
Folgende Beispiele sollen das zeigen:


Die Grundlagen der Resonanz.


Zu berücksichtigen ist auch, dass wir alle unterschiedliche Wesen sind.
Als Beispiel: Alter, Geschlecht, Bildung, Erziehung, Lebensstil sind verschieden.
Darum kann auch davon ausgegangen werden, dass wir Unterschiedliches empfangen und abweichende Entscheidungen treffen.
Auch ist zu berücksichtigen, dass wir innerhalb einer Gruppe oft anders reagieren, auch in der Intensität als wenn wir uns alleine an einem ausgewählten Ort befinden. Da ist der „Carpenter-Effekt“ nicht zu vernachlässigen. Dieser sorgt dafür, dass wir unbewusst Empfindungen, Bewegungen von Gesprächspartnern oder begleitenden Personen kopieren. Sogar Empfindungen können entsprechend erfahren werden. Da kann auch Gruppendynamik entstehen, bei der im positiven Sinne auch entsprechende Empfindungen und Erfahrungen gesammelt werden. Jedoch gibt es wie bei Allem auch die negative Seite. Um für sich die wahre Situation eines Platzes oder Zone zu erfahren, ist es klug, sich alleine dort aufzuhalten. Jede Person kann besser individuell auf die gesammelten Energien reagieren (oder auch nicht), ohne äußere Beeinflussung. Ein Platz wird erst durch den Menschen zum Kraftort.
Geomantische Plätze und Zonen
Ein Kraftort – darunter kann auch ein Platz verstanden werden, wie auch eine Bahn, eine geomantische Zone / Linie. Zuerst der Platz: Wir beginnen mit der Wahrnehmung ohne Hilfsmittel (Rute o. ä.). Das bedeutet, sich auf den Platz stellen und die Eigenheiten auf uns einwirken lassen. Oder den Bereich abgehen. Mit den Hilfsmitteln eine Analyse durchführen. Besonders hilfreich ist dabei die Abstimmtechnik. Diese wird mit einer besonderen Wünschelrute durchgeführt. Dabei wird die Rute sehr kurz gespannt und langsam durch Schiebetechnik der Hautfalten zwischen dem Daumen und Zeigefinger nach vorne geschoben, ohne die Spannung nachzulassen. Gibt es an einem zu untersuchenden Objekt eine Abstrahlung, die der Länge der abgegriffenen Rute entspricht, so wird diese ausschlagen.
Anhand der gefundenen Länge kann dann bestimmt werden, um welche Eigenschaft es sich bei der gefunden Länge (Grifflänge) es sich handelt.
Hierbei finden wir die unmissverständliche Schwingung des Platzes, welche wie ein Fingerabdruck ist. Diese Schwingungen haben ihren Ursprung durch die zuvor aufgelisteten Kräfte. Die durch Abstimmtechnik gefundenen Wellenlängen werden mit geeigneten radiaesthetischen Ruten, wie der H3-Antenne, überprüft und wenn nötig korrigiert.
Geomantische Zonen breiten sich meist entlang topografischer Gegebenheiten aus. Der Ursprung ist oft ein natürliches Objekt, welches durch Anregung der unterschiedlichsten Energien (s. o.) in Resonanz kommt.
Nehmen wir als Beispiel einen Felsvorsprung (Abb. 5). Von ihm aus breitet sich ein Energiefeld aus. Ist nun ein Hügelrücken oder Felsgrat vorhanden, laufen die geomantischen Kräfte dort entlang, bis zu einem Platz, der diese Energien aufnimmt und absorbiert, sprich das Ende der geomantischen Zone.

Unsere Vorfahren haben diese Zonen immer wieder genutzt und darauf Steinformationen, Kapellen, Kirchen, oder auch Burgen gebaut. Es soll die positive Energie ausgenutzt werden. Oft finden sich große Bäume oder besondere Baumgruppen (heilige Haine) auf diesen Linien. Da entsteht zusätzlich der Geist des Ortes – Genius Loci. Dieser kann auch durch geeignete Abmessungen und deren Verhältnisse (Goldener Schnitt) verstärkt werden. Maße für Steine, Säulen und Räume sind in den Bereichen geomantische Maße, Feng Shui und Vastu bekannt. Besonders zu erwähnen sind die Maße der Zisterzienser, die ein System auf Fibonacci basierend als Grundlage ihrer Bautätigkeit nutzten. Grundlage sind die Durchschnittsmaße des Menschen. Binden wir diese Maße in die Planung von Landschaft, Garten, Wohnung, Möbel und Gebrauchsgegenstände ein, unter Berücksichtigung der Maße die mit dem Genius Loci zu tun haben, so entsteht eine Harmonie zwischen Objekt und Mensch.
Fibonacci-Folge
Diese Zahlenverhältnisse von Fibonacci (sein richtiger Name ist Leonardo von Pisa, er lebte im 13. Jh.) sind in der Natur bei Blattstellungen, Kiefernzapfen, Schneckenhäusern und auch in den Spiralnebeln im Weltraum zu finden. Auch steckt da der Goldene Schnitt dahinter.
Im Ursprung sind alle geomantischen Zonen mir anregenden Energien informiert. Wir finden zum Beispiel als Beigabe geistige Anregung, Lebensenergie, seelischen Ausgleich und vieles mehr. Auch wurden geomantische Zonen, die in beiden Richtungen laufen, als Mittel der Kommunikation verwendet.
Es profitieren jedenfalls die Objekte, welche auf derselben geomantischen Zone platziert wurden.
Ort der Kraft: Wasserfall Schoßrinn im Chiemgau
Beispiel eines Ortes der Kraft
Der Wasserfall von Schoßrinn im Chiemgau (Abb. 6) ist ein Beispiel eines Ortes der Kraft. Er weist einen extremen energetischen Unterschied durch die Jahreszeiten auf. Besonders im Sommer ist auch die Hydromantie, deren körperliche Reinigungskraft und besonders die Aeromantie mit der geistig-seelischen Wirkung zu spüren. Nähern wir uns dem Wasserfall, so weht uns ein starker Wind entgegen, der durch das fallende Wasser angetrieben wird. Gleichzeitig sorgen feinste Wassertröpfchen für durchdringende Frische zur energetischen Aufladung. Ein Reinigungs- und Auflade-Effekt. Dieser Ort hat ausgesprochen Yin-Energie und wird besonders von Frauen genutzt.
Von diesem Wasserfall ausgehend verläuft eine geomantische Zone den Schoßrinnbach entlang bis zu seiner Mündung in die Prien und endet auch dort.
Am Beispiel des oben beschriebenen Wasserfalles ist folgende Vorgangsweise üblich.
Klärung durch die H3-Rute/-Antenne, ob eine geomantische Zone vorliegt.
Dazu gibt es bestimmte Längen die auf der Rute abgegriffen, oder auf der H3-Antenne eingestellt werden können. Ein Katalog von argo2012 (argo2012.de) gibt Auskunft über Qualitäten zu den gefundene Längen.
Ist diese Information vorhanden, dann Suche nach der Fließrichtung der geomantischen Zone. Es gibt auch Zonen die in beiden Richtungen laufen und diese wurden zum Informationsaustausch benutzt.
Ein weiterer Schritt ist dann der Einsatz der Abstimmtechnik, um herauszufinden, welche Qualitäten in der Zone/Platz steckt.
Der Autor begleitet entsprechende Kurse bei www.geomantie-bayern.de und www.chiemseewellen.de.



Geomantie entsteht durch sich selbst, kann jedoch auch künstlich erzeugt werden. Unter Berücksichtigung der Platzqualität ist es möglich, Strukturen aufzubauen. Dazu gehören Stäbe, Steine, Steinkreise oder auch Gebäude, die durch die natürlichen Kräfte aus dem Kosmos (Hintergrundstrahlung), aus unserem Sonnensystem, der Atmosphäre angeregt werden. So wie bei einer Baumgruppe mit Kruzifix (Abb. 7).

Schon ein gut platziertes Wegekreuz baut eine Kraftlinie auf.
Bei Berücksichtigung der Abstände der Bäume zum Kreuz wird die Energie aus dem Kreuz nach vorne konzentriert. Es entstehe eine geomantische Zone.
Als Beispiel kann man eine solche Anordnung auch in der Sendertechnik finden.
Fazit
Wir haben es in der Hand: Suche nach auf natürlichen Weg entstandenen Zonen / Plätzen oder versuche Orte der Kraft selbst zu erzeugen.
Wichtig ist, herauszufinden, welche Kräfte und deren Abhängigkeit von vielen Faktoren zur Entstehung des momentanen Zustandes beitragen und wie die Veränderungen über die Zeit sind. Dadurch haben wir die Möglichkeit zum richtigen Zeitpunkt entsprechend unserem Zustand energetisch in Ausgleich zu kommen und wieder Kräfte sammeln können.
Die Original-Veröffentlichung finden Sie unter https://www.raum-und-zeit.com/produkt/geomantie-was-orte-wirklich-ausstrahlen/“





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