Wolfgangkapelle mit Augen-Quelle am Falkenstein, Bienen-Standort und Kreisgrabenanlage mit Hügelgrab am Irrsee
Bericht einer ÖVRG Exkursion am 12. September 2026
An einem herrlichen Spätsommertag Anfang September 2026 im schönen Winkl im Salzkammergut treffen sich ca. 15 Besucher zu unserer Exkursion mit unserem langjährigen Verbandsmitglied Hans Rindberger. Hans wohnt in der Gegend und wird uns an diesem Tag mit vielen interessanten Radi-Schmankerln beglücken. Wir starten zu Fuß an einem Strandabschnitt direkt am Wolfgangsee. Unser Ziel ist – nach einem sehr steilen Aufstieg durch einen schönen Mischwald am alten St. Rupert Pilgerweg - die Wolfgangkapelle. Beim Plaudern und gutem Austausch während des Gehens schaffen wir den Anstieg überraschend gut. Man hört ja immer wieder von erfahrenen Radis, dass einen die Berggeister willig hinaufziehen, wenn man in guter Absicht sein Vorhaben startet und kleine Gaben als Dankeschön mitbringt. Auf unserem Weg kommen wir an einer Kreuzwegstation - umgeben von großen Steinhaufen - vorbei. Auf der Tafel findet man die Erklärung, dass die vielen Steine als Bußübung von Pilgern hinaufgetragen wurden. Daraus wurden auch viele interessante Steinmandl gebaut und von uns bewundert.

Von dort ist die Wolfgangkapelle schon zu sehen. Wir merken auch schon die Schwellen, die zur Kapelle hin immer dichter werden. Die Wolfgangkapelle klebt wie ein Schwalbennest direkt an der Felswand, umgeben von wunderbar wachsenden Bäumen. Bänke zum Ausruhen würden sich auch anbieten. Wir streben aber gleich auf die Kapelle zu und sind schon ganz gespannt von Hans mehr zu erfahren. Hans erzählt über den seit Jahrtausenden benutzten und bekannten Kraftort im Bereich der Kapelle und am Hang davor. Auch bei Grabungen wurden interessante Artefakte aus verschiedenen Zeiten gefunden. Die Geschichte vom heiligen Wolfgang, der sich hier zurückzog gab dem Ort wohl auch seinen Namen. Auch dazu gab es noch viel zu erfahren. Wichtige Persönlichkeiten im Laufe der Geschichte war an diesem energetisch stark strahlenden Ort zu Besuch und einige hatten wohl verschiedenste Verwendungen geplant, die bedingt durch die Lage am steilen Weg erspart geblieben sind.
Radiästhetisch findet sich weiter unten auf der Wiese ein mit dem Altarstein verbundener Akustikpunkt. Auf dem Hang vor der Kapelle findet man einen Altar und bipolare und stark abziehende Energiequalitäten mit hoher Intensität. Ein längerer Aufenthalt wird eher unangenehm. In der Kapelle und in den Felsöffnungen dahinter kann man gut verschiedenste Energien spüren. Ein längeres Verweilen wird einem nicht leicht gemacht, da laufend interessierte Besucher in die Kapelle strömen. Häufig wird auch noch am Glockenseil gezogen und es erklingt weithin ein sanftes Läuten. Man wird unter dem Glockenturm auch ohne Läuten direkt vom Kopf ausgehend gut spürbar energetisch hochgezogen, ein sogenanntes Himmelfahrtsgefühl. Es fühlt sich angenehm schwerelos an.
Trotzdem wir wenig Zeit haben, stimmten wir noch ein kurzes Trommeln für die Energien des Ortes und die Besucher an. Es war richtig wohltuend, an der Kapellenmauer zu sitzen und den Klang der Trommeln und Rasseln durch den Körper bergwärts ziehen zu lassen.
Ein Besuch in der nahegelegenen Brunnkapelle war trotz vieler Wanderer noch sehr bereichernd. Wasserschöpfen und Augen waschen lohnte sich allemal. Das Wasser hatte eine sehr prickelnde und aufmunternde Qualität und belebende Wirkung auf Körper, Geist und Seele.
Es war dann ein fast beschwingter Abstieg über den steilen Weg und wir sind - dank aller guten Geister - bestens gelaunt und um viel Erlebtes reicher gut angekommen.
Unsere Mittagspause durften wir in Zell am Moos beim Kirchenwirt mit herrlichen Speisen in gemütlich dörflicher Atmosphäre genießen.


Anschließend zeigte uns Hans einen seiner 15 Bienen-Aufstellplätze in unmittelbarer Nähe zum Wolfgangsee. Die nächste Stunde durften wir von Hans sehr kompetentes Imkerwissen nach radiästhetischen Grundprinzipien erfahren und gezeigt bekommen. Wir durften muten, wie die Spannung auf idealen Bienen-Standorten sein soll und auch wo es erfahrungsgemäß nicht so gut für das Gedeihen der Bienchen ist. Alle haben sehr aufmerksam gelauscht und Hans wurden noch viele Geheimnisse um die Kunst des Imkerns entlockt. Es war ganz besonders interessant. Der ganze Tag war außergewöhnlich vielfältig und interessant. Aber der Bienen-Schnell-Kurs war einzigartig und ausgesprochen bereichernd für mich und die Gruppe.
Unser nächster Programmpunkt war der Besuch eines kleinen, runden Fichtenwaldes mitten in den tiefgrünen Wiesen mit Wallanlage und Wassergraben. Man vermutet vielleicht eine Kreisgrabenanlage oder niemand weiß es.

Unsere Erkundigungen ergaben eine überwiegend linksdrehende Ortsqualität mit einigen punktuell - eher in der Mitte situierten - rechtsdrehenden kleinen Bereichen. Auch eine Art Mittelpunkt mit Grube und Einatmungspunkt findet sich. Am Rand der Wallanlage stehen einige große Eichen auf Wasseradern und in der Nähe eines Ausatmungspunktes. Direkt in diesem Bereich findet sich laut Hans auch eine große Wasserscheide. Man findet Wasseradern mit verschiedenen Fließrichtungen. Es haben sich in der Gruppe einige Übungen mit Wassermutungen, Mengen und Tiefen ergeben. Die Ergebnisse waren zu unserer Freude sehr übereinstimmend.
Es besteht wohl noch viel Forschungsbedarf, um zu Erkenntnissen betreffend Nutzung der bewaldeten kreisförmigen Strukturen zu kommen. Die Gruppe hat mit allen möglichen Methoden, von Grifflänge, mental und einiges andere eine schöne Radi-Übungszeit verbracht.

In unmittelbarer Nähe befindet sich noch ein Hügelgrab in der Wiese. Laut Hans wurde es prospektiert und noch nicht ergraben. Es dürften sich im Inneren Einbauten aus Holz befinden. Es steht unter Denkmalschutz und kann somit - wie vom Besitzer angedacht - nicht entfernt werden Einige weitere ähnliche Strukturen finden sich in sichtbarem Umfeld.
Gegen Abend besuchten wir noch eine Kirche in Oberhofen am Irrsee, die leider verschlossen und nur von außen bzw. bis zum Gitter zu erkunden war. Klassisch angelegt mit durch den Eingang kommenden Reizstreifen durch die Kirche und hinter dem Altar wieder austretend. Reizstreifen quer zum Altar durften wir außen auch noch übereinstimmend muten. Eine pompöse barocke Ausstattung von Meinrad Guggenbichler täuscht fast über eine ganz friedlich harmonische Wohlfühlenergie hinweg. Die Weihwasserflascherl waren wieder benützte Jägermeister Flascherl, also schon eine hochgeistige Grundenergie – es ist gut, wenn Dingen ein zweites Leben geschenkt wird, noch dazu so geistvoll.
Als Abschluss durften wir an diesem schönen Kirchenplatz unter den wunderbaren Bäumen noch einen ganz besonderen Honigwein aus Hans‘ Imkerei genießen. Einkäufe von Imkerei Leckereien bei Hans waren der krönender Abschluss eines gehaltvollen Tages mit reichhaltigem Angebot in bezaubernder Umgebung und netter Gesellschaft.
Vielen Dank lieber Hans. Es war ein wunderbarer Tag mit reichhaltigem Programm und bereichernden Erlebnissen im wunderschönen Salzkammergut. Wir kommen gerne wieder.
Auf einer Infotafel in der Kapelle und auf Wikipedia ist folgendes zu erfahren.
Falkensteinkirchlein
Das Falkensteinkirchlein am Wolfgangsee ist eine römisch-katholische Wallfahrtskirche in der Gemeinde Sankt Gilgen im Bezirk Salzburg-Umgebung, die Unserer Lieben Frau und dem hl. Wolfgang geweiht ist.[1] Das Kirchlein auf der Falkensteinwand, dem markanten Felsabbruch in den Wolfgangsee, ist der Hauptpunkt einer Gruppe von Gedenkkapellen entlang des St.-Rupert-Pilgerweges von Sankt Gilgen nach St. Wolfgang im Salzkammergut.
Geschichte
Eine Wolfgangskapelle auf dem Falkenstein wurde 1350 das erste Mal urkundlich erwähnt. 1626 ließ der Salzburger Pfleger von Hüttenstein, Johann Wilhelm Lueger, um eine Höhle in der Falkensteinwand mit einer Durchschlupfstelle, einem sogenannten Schliefstein, die heutige Kirche erbauen. Im 16. Jahrhundert war der Falkenstein eine der wichtigsten Pilgerstätten Europas. In Spitzenjahren waren etwa 300.000 Pilger am Falkenstein. Die Pilger durchschloffen die Durchschlupfstelle ungeschaut und ungeschrien, das heißt ohne zurückzuschauen und schweigend. Von einem Schliefstein hieß es, dass auch der „Dickste, wenn er frei von Sünden ist,“ durch ihn hindurchkomme. Schwangere erhofften sich eine leichtere Entbindung. Um 1692 wurde das Kirchlein erneuert. Restaurierungen waren 1923, 1937 und 1958.
Von 1659 bis 1811 lebten Einsiedler in der Nähe der Kirche. Auf der Lichtung unterhalb des Kirchleins wurde die Fundamente einer Klause entdeckt (2012), welche ehemals mit zwei Eremiten besetzt war.
Architektur
Die an einen Felsabbruch seitlich angebaute Kirche umfasst eine Unterkonstruktion mit einem darüberliegenden Saalbau mit einem Chor mit Rundbogenfenstern und einem Dachreiter. In der Längsachse schließt ein Anbau mit einem Stiegenhaus mit Rundbogenfenstern unter einem Pultdach an. Dem Saalraum des Kirchleins mit einem Kreuzgratgewölbe folgt ein eingezogener Triumphbogen und dahinter ein querrechteckiges Chorjoch mit einer eingezogenen Halbkreisapsis. Der Plattenboden der Kirche mit Rotmarmor zeigt bei der Stufe zum Chor die Jahresangabe 1692. Die seitliche Mauer ist in voller Höhe mit Rundbogenarkaden zur Felswand geöffnet und wird durch einen breiten schräg auch in den Saalraum hineinstehenden Stiegenaufgang durchbrochen, welcher zur erhöht gelegenen Felsnische führt, mit einem Raum analog eines Oratoriums mit einem Rundbogenfenster zum Chor.
Ausstattung
Der Altar um 1630 ist eine freistehende Säulenädikula mit Sprenggiebel und seitlichen Ornamentflügeln in Schwarz-Gold-Fassung. Das Altarbild zeigt Christus und die Heiligen Maria und Wolfgang über Wolfgangspilgern. Es stammt von Adam Pürkmann und wurde um 1630 gemalt.
Weitere Wegkapellen am Falkenstein
Schächerkapelle am nördlichen Anstieg von Fürberg, Halbrundbau aus 1751 mit mächtiger Rundbogenarkade und einem Schnitzkruzifix im Stil des 18. Jahrhunderts.
Brunnkapelle am Aufstieg zum Falkensteinkirchlein, der Legende nach an der Stelle einer von Wolfgang hervorgerufenen Quelle, urkundlich 1669 erbaut, 1724 erneuert, quadratischer Barockbau unter einem Pyramidendach mit Schindeldeckung, mit Rotmarmorplattenboden und Quellbecken im bergseitigen Felssockel, mit dem Ölbild Quellwunder des hl. Wolfgang vom Maler Wolfgang Spieß aus dem 2. Viertel des 18. Jahrhunderts. Von der Quelle wurden früher jährlich mehrere Tausend Fläschchen verschickt. Das Wasser sollte Augenschmerzen lindern und die Behexung der Haustiere aufheben, womit die Heilung von Viehkrankheiten gemeint ist. Im Wolfganger Mirakelbuch aus dem Jahr 1753 wird das Heilwasser mehrmals erwähnt, das besonders auch von Frauen bei Unfruchtbarkeit getrunken wurde.
Pfarrkirche Oberhofen am Irrsee
Die römisch-katholische Pfarrkirche Oberhofen am Irrsee steht in der Gemeinde Oberhofen am Irrsee im Bezirk Vöcklabruck in Oberösterreich. Sie ist den Heiligen Vierzehn Nothelfern – insbesondere dem heiligen Blasius – geweiht und gehört zum Dekanat Frankenmarkt in der Diözese Linz. Das Bauwerk steht unter Denkmalschutz (Listeneintrag).
Geschichte
Der gotische Kirchenbau stammt aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Er ist mit Ausnahme des Turmes im Wesentlichen unverändert geblieben.
Architektur
Kirchenäußeres
Der Westturm wurde in den Jahren 1877–1879 errichtet und mit einem Spitzhelm versehen. Das spätgotische Sakristeitor und das Kirchenportal stammen aus dem Jahr 1679.
Kircheninneres
Die Kirche ist eine spätgotische, einschiffige Kirche mit drei Schiffsjochen. Darüber befindet sich ein Netzrippengewölbe, das auf eingezogenen Strebepfeilern ruht. Das Kirchenschiff geht übergangslos in den 5/8-Schluss des Chores über. Die Sakristei ist spätgotisch und wurde 1692 erweitert.
Ausstattung
Die barocke Ausstattung ist bemerkenswert. Sie stammt von Meinrad Guggenbichler. Der Hochaltar wurde 1712 errichtet. Das Altarbild von 1711 malte Johann Friedrich Beretti. Es stellt die 14 Nothelfer bei der Anbetung Christi am Kreuz dar, zentral unter dem Kreuz steht der Hl. Blasius, der auch Namenspatron der Kirche ist. Die beiden flankierenden Statuen des heiligen Georg und des heiligen Florian wurden 1854 neu geschnitzt. Die Seitenaltäre, die Kanzel und das Oratorium entstanden in der Werkstatt Guggenbichlers im Jahr 1712. Sie sind wichtige Werke für Guggenbichlers überschäumenden Spätstil und seine Farbigkeit. Das Gemälde „Beweinung Christi“ ist mit 1517 datiert und stammt aus dem Salzburger Raum. Es hängt in einem barocken Rahmen aus der Werkstatt Guggenbichlers und wurde 1948 restauriert. An der Orgelempore befinden sich drei Gemälde mit gut geschnitzten Rahmen aus den 1740er Jahren.
Orgel
1885 lieferte Albert Mauracher aus Salzburg, Reichenhallerstraße 6, eine neue Orgel mit folgender Disposition:
Manual C–f3 Principal 8′ Bordun 8′ Salicional 8′ Harmonica 8′ Octav 4′ Flöte 4′ Mixtur III–V 2′ | Pedal C–d0 Subbaß |





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