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Planetarische Signaturzuordnungen von Heilpflanzen

„....dass der Arzt wissen soll, dass im Menschen Sonne, Mond, Saturn, Mars, Merkur, Venus und alle Zeichen sind,...wenn er vom Grund der Arznei wissen will“, schrieb Paracelsus.

 

Das „alte“ Denken früherer Zeiten, das sogenannte senkrechte, analoge Denken ermöglicht es, elementare Zusammenhänge mit Begriffsketten verstehen zu lernen.

Elefant, Krokodil, Hund, Vogel und Ameise sind eine Begriffskette die jeder sofort versteht, handelt es sich doch ausnahmslos um Tiere.

 

Blei, Steinbock, Zähne, Tanne, grauschwarz und Winter, dafür die Gemeinsamkeiten zu finden, ist etwas schwieriger. Hier geht es nämlich um Urprinzipien, die - mit Planetensymbolen ausgedrückt - ermöglichen, die Zusammenhänge dieser senkrechten Ketten zu verstehen. „Wie außen, so innen, wie oben, so unten“ ist ein hermetischer Grundsatz, das heißt, dass wir vom Makrokosmos der Planeten auf den Mikrokosmos im Menschen schließen können. Die sieben kosmischen Kräfte am Firmament sind nach der Lehre von den Korrespondenzen im Organismus in den sieben Hauptorganen des Menschen verkörpert, aber auch in den Metallen, den Mineralien, den Pflanzen und Tieren. Es kann also dem Verständnis der Wirkung von Heilpflanzen nur von Nutzen sein,

wenn man die Pflanzen bestimmten Planetenprinzipien zuordnen kann.


Polar gegenüber stehen:

 

Mond – Saturn

Merkur – Jupiter

Venus – Mars

Mond – Sonne

Sonne – Saturn

 

Das Mondprinzip

Das Mondprinzip regiert im menschlichen Körper die Flüssigkeiten, so wie der Mond Ebbe und Flut bestimmt. Der Mond ist astrologisch das Gegenteil der Sonne, das passive, weibliche Prinzip.

 

Wie weit wir uns vom Wesen der Urprinzipien entfernt haben, sehen wir aber in unserer Sprache. Wir sagen DER Mond und DIE Sonne. Der Mond ist aber das Urweibliche und daher in fast allen Sprachen folglich auch weiblichen Geschlechts. Konsequenterweise gibt es in allen Kulturkreisen Mondgöttinnen und Sonnengötter. Wir hingegen haben den Mon(d)tag zum unattraktivsten Tag der Woche gemacht, während wir die Sonne, das männliche Prinzip am Sonntag feiern. Dieses Ungleichgewicht zeigt sich deutlich im

Verhältnis von „sonnenklarem“ Verstand und Instinkt. Das Mondprinzip regiert die Weiblichkeit, den Monatsfluss und den Hormonhaushalt. Unfruchtbarkeit ist also ein Mondproblem und nach dem Prinzip „Gleiches mit Gleichem“ heilen hat man daher früher Pflanzen mit Mondsignaturen gegen solche Zustände eingesetzt. Der Mond steuert auch andere Biorhythmen, so braucht beispielsweise eine Hautzelle 28 Tage für ihre Entwicklung. Der Mond bringt uns den Schlaf und die Träume. Menschen, die diese unbewussten Bilder auch am Tag in sich tragen, nennt man daher „ver-rückt“ und im Englischen „lunatic“.

 

Organe

Fortpflanzungsorgane – Keimdrüsen (Hoden, Eierstöcke)

Haut – Hautzellen (Lebensdauer 28 Tage)

 

Symptomatik Mond

Schnelle Prozesse

• Empfängnisstörung

• Menstruationsbeschwerden

• Psychosomatische Störung

• Hysterie

• Neurotische Charakterzüge

• Süchte

• Ängste

• Schlafstörung

• Entzündungen

 

Übermaß an Mond

• Rockzipfelkinder

• Launenhaft

• Infantilismus

• Triebhaftigkeit

• Neigung zu Verschleimung

• Völlerei

• Schlafwandeln

• Präkanzerose – Störung des Zellbildungszyklus (die Zelle stirbt nicht nach 28 Tagen ab – Vorstufe zum Krebs)

 

Mangel an Mond

• Trägheit

• Instinktlosigkeit

• Kein Familiensinn

• Rabenmütter

• Vegetative Dystonie – Sympathikus und Parasympathikus stehen nicht im Einklang

• Neigung zur Untertemperatur

• Dysmenorrhoe – schmerzhafte Menstruation

 

Mondpflanzen

Im Pflanzenreich bestimmt der Mond das Keimen und Sprießen, aber auch das Faulen und Verrotten. Pflanzen mit Mondsignaturen sind solche mit milchig-weißen Blüten wie die weiße Taubnessel (Lamium album) der eine zyklusregulierende Wirkung zugeschrieben werden kann. Blüten, die sich erst beim Mondlicht voll entfalten, wie die Nachtkerze (Oenothera biennis) oder solche mit narkotischem Duft wie die Madonnenlilie (Lilium candidum). Wässrig aufgedunsene Pflanzen wie die Gurken sind ebenso lunarer Natur wie solche mit Milchsaft wie Salat und Mohngewächse. Und natürlich sind giftige Pflanzen wie die Nachtschattengewächse Mondpflanzen, was man ganz deutlich bei der Tollkirsche (Atropa belladonna) erkennt, deren Saft in die Augen geträufelt, die Pupillen so erweitert als ob der Tag zur Nacht geworden wäre.

 

Beispiele für Mondpflanzen

Im Wasser oder feuchter Wasserstand:

• Weide

• Mädesüß

Silbrige Unterseite der Blätter:

• Wermut

• Beifuss

• Zitterpappel

• Keimzumpe (Bryophyllum): vorzeitige Wehen, Wehen in den ersten drei Monaten

Schleimig saftige Pflanzen:

• Gurke

• Fette Henne

• Aloe: trockene Haut, wirkt abführend

• Hauswurz (Blitzpflanze): Verbrennungen

• Stinkender Storchschnabel

(modriger Geruch)

• Birke: befördert das Wasser bis ganz nach oben; fördert den großen Kreislauf

Cellulite = Lymphflüssigkeit ist gestaut

• Algen

• Baldrian (milchige Blüten - Tropfen)

• Gänseblümchen: Hautleiden, Blutungen

• Hexenkraut (Nachtkerzengewächs)

• Katzenminze: Nepetalactone wirken bei Durchschlafstörungen

• Wolfsmilch: wenn die Nase kitzelt

• Wassernabel: gegen Narben

• Kirsche

(Blüten duften nach Bittermandel)

• Klettiges Labkraut: Hautkrebs

• Cactus grandiflorus

• Madonnenlilie: weiße Haut, gegen Sonnenbrand

• Mädesüß (feuchte Wiesen, Wiesenspierstaude): Grippemittel

• Mistel

• Vogelmiere

• Passionsblume

• Patchouli

• Schafgarbe

• Traubensilberkerze

• Mönchspfeffer: bringt Männer zur Ruhe

• Tollkirsche

• Stechapfel

• Schlafmohn

• Bilsenkraut

 

Bachblüten

• Cherry Plum (Kirschpflaume), Prunus cerasifera

• Clematis (Weisse Waldrebe), Clematis vitalba

• Holly (Stechpalme), Ilex aquifolium

• Honeysuckle (Geissblatt), Lonicera caprifolium

• Star of Bethlehem (Doldiger Milchstern), Ornithogalum umbellatum

• Water Violet (Sumpfwasserfeder), Hottonia palustris

• Willow (Gelbe Weide), Salix vitellina

 

Das Merkurprinzip

Merkur ist der lateinische Name für den flinken Götterboten Hermes, den Gott der Gaukler und Diebe, aber auch der Geschäftsleute, Apotheker und Ärzte. Der zwittrige Merkur repräsentiert Beweglichkeit, Veränderung und Kommunikation. Das luftige Merkurprinzip dominiert daher im Körper das Nervensystem, die Lunge und damit die Atmung. Merkurielle Erkrankungen sind daher Stottern, Zappelphilipp-Kinder und überhaupt Nervosität aber auch Lungenschwäche und Krankheiten, die durch zu viel Flexibilität entstehen.

 

Organe

Drüsen, Nerven, Lunge (Atmung), Botenstoffe (anregend)

Symptomatik bei Merkur

• Sehr schnelle Prozesse

• Eiternde Prozesse

• Rhythmisch

• Bipolar (manisch depressiv)

• Allergien

• Hyperaktivität

 

Übermaß an Merkur

• Wechselhaft im Tun, Reden

• Intrigierend

• Lügend

• Heuchlerisch

• Hyperthyreose (Schilddrüse)

• Neurodermitis (sehr angepasste Kinder – Druck und Ärger äußern sich über die Haut)

• Bettnässen

 

Mangel an Merkur

• Flügellahm

• Denkfaul

• Teilnahmslos

• Humorlos

• Emphysem (Lungenbläschen dehnen)

• Keine Peristaltik (Verstopfung)

• Thrombose

• Trockene Schleimhäute

• Krämpfe

• Chronische Allergien

 

Merkurpflanzen

Im Pflanzenreich äußert sich das Merkurprinzip durch schnelles Sprießen und in die Höhe schießen. Aber auch rascher Wandel zeigt den Merkur wie beim Springkraut (Impatiens glandulifera), das als einjährige Pflanze vom Samenkorn zu mannshoher Größe heranwächst und dann seine Samen oft meterweit herausschleudert. Das Luftprinzip des Merkurs signalisieren die Doldenblütler wie der Fenchel (Foeniculum vulgare). Die zwittrige, zwiespältige Natur spiegelt sich auch in Pflanzen wieder, deren Blüten Komplementärfarben haben, z. B. die Kuhschelle (Pulsatilla sp) in violett-gelb, die als homöopathisches Mittel denen hilft, die schnell verzweifelt sind, sich aber genauso schnell trösten lassen oder z. B. das Ackerstiefmütterchen (Viola tricolor).

 

• Clematis – Waldrebe (Liane)

• Bohne

• He Shou Wu, Polygonum multiflorum (TCM)

• Knöterich

• Stiefmütterchen (Komplementärfarben)

• Orchidee

• Anis

• Baldrian

• Bingelkraut: undefinierbare Ekzeme

• Bittersüßer Nachtschatten

• Dill

• Ehrenpreis

• Fenchel

• Gundelrebe

• Hanf

• Pulsatilla

• Kerbel

• Lavendel

• Lungenkraut (Merkur und Saturnmittel)

• Schierling: Hashimoto – Autoimmunerkrankung greift die Schilddrüse an

• Natternkopf: Atemwegserkrankung

• Akelei

 

Bachblüten

• Aspen (Populus tremula) - Zitterpappel

• Elm – Ulme

• Honeysuckle – Geißblatt

• Hornbeam – Hainbuche

• Impatiens – Drüsiges Springkraut

• Mimulus – Gauklerblume

• Water Violet – Wasserfeder

 

Das Venusprinzip

Die holde Liebesgöttin repräsentiert Prinzipien wie Harmonie und Partnerschaft, Lebensbejahung und Schönheitssinn. Ihre Kraft regiert im Körper die paarigen Nieren, die weiblichen Organe, die Drüsen und das venöse Blut. Die Venus lässt weibliche Rundungen wachsen, Störungen ihrer Kraft zeigen sich daher in der Magersucht oder der Fettleibigkeit. Natürlich zeigen sich Störungen auch im psychischen Bereich und drücken sich entweder durch Gefühlskälte oder romantische Gefühlsduselei aus.

 

Organe

Nieren, Nebennieren, venöser Kreislauf, Uterus, Schilddrüse (Fettpolster), hormonelles System (Uterus hat ein eigenes Hormonsystem)

 

Symptomatik bei Venus

Krankheiten der Venus sind oft auf die Pubertät zurückzuführen

• Gefühlsstörungen

• Libidostörungen

 

Übermaß an Venus

• Eitelkeit

• Übermut (Glucke, Klammerer)

• Bulimie

• Fettsucht

• Zu viel an Östrogen

• Krampfartige Prozesse

• Pigmentanomalie (Weißfleckenkrankheit)

• Phlebitis

 

Mangel an Venus

• Hartherzig – kalt

• Unfruchtbarkeit

• Anorexie

• Frigidität

• Dysmenorrhö (Krampfhafte Menstruation)

• Ödeme

 

Venuspflanzen

Pflanzen, die das Venusprinzip offenbaren, erfreuen entweder mit zartem, lichten

Blattgrün, schönen Blüten, vor allem in der lieblichen Farbe rosa und sinnlich betörenden Düften. So ist z. B. die Rose eine Verbindung von Venus und Mars, die Rosenblüten sind venusischer Natur, Stängel und Blätter eindeutig zum Marsprinzip gehörend. Diese Vereinigung von zwei Gegensätzen macht sie besonders wertvoll. Der Duft der Rosenblüten wird in der Aromatherapie zum Harmonisieren verwendet. Er hilft auszugleichen, wenn der Blutdruck oder der Hormonspiegel schwankt und wenn die Gefühle schwanken wie bei Liebeskummer. Harmonisch runde Blätter wie die des Frauenmantels (Alchemilla vulgaris) zeigen ebenso Venussignaturen wie Früchte mit angenehm süßen Geschmack. Der Apfel ist daher eine wahre Venuspflanze und wurde auch als Liebeszauber eingesetzt. Aber auch Pflanzen wie der Eibisch (Althaea off.)

mit samtigen Blättern und zart rosa Blüten besänftigen gereizte Schleimhäute ihrer

Venuskraft.

 

• Damiana

• Himbeeren: helfen den Muttermund weich zu machen

• Apfel

• Apfelmistel: Frauenkrebsarten

• Betonie

• Birkenblätter: Cellulite, sanft harntreibend – Ödeme

• Brombeerblätter: Frühstückstee – Vorbeugend gegen Brustkrebs

• Eibisch: einhüllend, schützend

• Eisenkraut: wenn die Wehen nachlassen, regt die Gelbkörperbildung an

• Erdbeeren

• Frauenmantel: hormonell wirkende Pflanze, kann apomiktisch keimfähige Samen bilden

• Granatapfel (enthält Östron)

• Edelkastanie: Gemmomazerat – Venenleiden

• Kirschen

• Salbeiblüten: Extrakt – Burn out, Eisenmangelanämie

• Melisse

• Stinkender Storchschnabel (Tee, Wein,..): Empfängnisfördernd

• Quendel: Menstruationsschmerzen

• Rose (Blüte-Venus, Stachel-Mars): Menstruationsstörung, Empfängnisfördernd,

Ekzem – kühlt und befeuchtet, Herzleiden (wenn die Leberhitze das Herz angreift)

• Sandelholz: stärkt Wurzelchakra, Blasenentzündung und Scheidenentzündungen

• Tausendguldenkraut: Tonisierend – harmonisch – belebend

 

Bachblüten

• Centaury (Centaurium unbellatum) - Tausenguldenkraut

• Crab Apple – Holzapfel

• Heather – Heidekraut

• Holly – Stechpalme

• Larch – Lärche

• Red Chestnut – Kastanie

• Vervain – Eisenkraut

• Wildrose – Heckenrose

 

Das Sonnenprinzip

Ohne Sonne kein Leben, sie ist das Zentrum, aus dem die Schöpfung entsprungen ist. Sie steht für alles, was zentral und souverän ist und manifestiert sich in Prinzipien wie Autorität, Vitalität und Vollkommenheit. Die Sonne ist das Licht, das Ordnung in das Chaos der Dunkelheit bringt. Im Gegensatz zum Mond steht das Sonnenprinzip für das Männliche. Die Eigenschaften von Mond und Sonne decken sich ungefähr mit dem chinesischen Begriffspaar Yin/Yang, sie enthalten keine Wertung im Sinne von negativ oder positiv, passiv und aktiv, denn sie zeigen nur die Polarität allen Seins auf. Das zentrale Sonnenorgan im Körper ist das Herz, unzweifelhaft der Sitz unserer Lebensfreude. Das Sonnenprinzip beeinflusst auch unser Denken und ermöglicht es dem Menschen, höhere Bewusstseinszustände zu begreifen. Es gibt die Kraft zu Mut, Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit und zum Wohle anderer tätig zu sein. Vielleicht erklärt der heutige Zug zu Egoismus und Individualismus die Dominanz an Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

 

Organe

linke und rechte Gehirnhälfte, Herz, Kreislauf, Immunsystem, Wärmeregulation, Rhythmus, Lebenskraft.

 

Symptomatik der Sonne

Herz- Kreislaufprobleme, Identitätsprobleme, Probleme der Sozialität

 

Übermaß an Sonne

• Materialismus

• Selbstüberschätzung

• Egozentrisches Verhalten

• Geiz

• Selbstzerstörung

• Hypertonie Tachykardie

• Herzinfarkt

 

Mangel an Sonne

• Realitätsverlust

• Engherzigkeit

• Hypertonie

• Anämie

• Mangelndes Selbstvertrauen

• Mangelnde soziale Kompetenz

• Zu esoterische Ausprägung

 

Sonnenpflanzen

Die Sonne zieht die Pflanzen in die Höhe und gibt ihnen gerade Stängel. Getreidenahrung

liefert daher Sonnenenergie ebenso wie das goldgelbe Sonnenblumenöl. Die Sonnenpflanze schlechthin ist das Johanniskraut (Hypericum perforatum). Es blüht, wenn die Tage am längsten und von Sonnenkraft durchflutet sind an Plätzen, wo kein Schatten die Kraft der Sonne stören kann. Es wundert daher nicht, dass eine Pflanze, deren goldgelbe Blüten wie kleine Sonnen strahlen, Sonne in verzweifelte Herzen bringen kann.

Aber auch Pflanzen mit würzig-aromatischem Geschmack, deren ätherische Öle ihre Bildung der Kraft der Sonne verdanken, vermitteln die vitalen Kräfte des Sonnenprinzips.

Der Rosmarin (Rosmarinus off.) mit seiner blutdrucksteigernden Wirkung oder das männeranregende Bohnenkraut (Satureja montana) zählen zu diesen Sonnenkräutern.

 

• Myrrhe: östrogenisierende Wirkung

• Alant: Ätherisches Öl in der Wurzel

• Arnika: Blutung stillend, Depression – sich trauen, verhindert Hirnschlag

• Bohnenkraut

• Dost

• Esche: alle Entzündungen, durchwärmt das ganze Gewebe

• Kurkuma: wirkt auf Galle, Kreislauf anregend

• Ingwer

• Johanneskraut: Trauer, Schock, Verlust

• Lorbeer: hilft um sich geistig zu öffnen

• Muskatnuss: Stimmungsaufhellend, Potenzfördernd

• Meisterwurz

• Olive (Sonne, Saturn, Jupiter): Cholesterinsenkend, Blutdrucksenkend

• Ringelblume (Sonnenkraut – Blüte ist offen wenn die Sonne scheint)

• Rosmarin: altes schwaches Herz

• Wundklee: Babypopo

• Safran: Stimmungsaufhellende Wirkung

• Königskerze

• Sonnenblume

• Weihrauch

• Wein

 

Giftpflanzen

• Adonisröschen: gebrochenes Herz

 

Das Marsprinzip

Der Gegenpol der lieblichen Venus ist Mars, der kampfesfreudige, zornige Krieger. Tatkraft, Energie und Entschlossenheit ist sein Prinzip ebenso wie Mut und Tapferkeit. Ein Übermaß an Marsenergie drückt sich daher in Jähzorn und Aggression aus. Die Galle ist daher auch das Marsorgan im Körper, sein Prinzip regiert aber auch das arterielle Blut und den Blutdruck, die Muskulatur und wie man das von einem männlichen Prinzip erwarten

muss, die männliche Potenz.

 

Organe

Galle, Muskulatur, Arterielles System, Oxidationsprozess (Eisen), männliche Geschlechtsorgane, Immunsystem

 

Symptomatik bei Mars

Blutdruckkrisen, Krankheiten der Muskulatur, „rote Leiden“, Infektionen, Allergien, gestörte Willensbildung und Leidenschaften

 

Übermaß an Mars

• Autoimmunerkrankungen

• Jähzorn

• Rebellisch

• Kopflos

• Recht des Stärkeren

• Sexuelle Übererregung

• Hypertonie

• Blutfülle

• Allergie

• Fieber

• Gallenblasenentzündung

• Hypercholesterinämie

• Neuralgie

• Spasmen

• Gicht - heiß

 

Mangel an Mars

• Gehemmt

• Willenlos

• Stottern

• Feig

• Erkältungstendenz

• Mangelnde Rekonvaleszenz

• Burn out

• Lähmung

• Impotenz

 

Marspflanzen

Marspflanzen sind analog zum Blut solche mit roten Blüten und natürlich wie es einem hitzigen Prinzip entspricht, alle feurig scharfen Pflanzen. Die Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) ist daher mit ihren roten Blüten und scharfen Blättern eine echte Marspflanze. Die aggressive Seite des Mars drückt sich bei den Pflanzen in Dornen und Stacheln, in brennenden und hautreizend wirkenden Blättern aus und in Pflanzen die sich aggressiv ausbreiten und andere verdrängen. Alle diese Eigenschaften trägt die Brennnessel (Urtica dioica) in sich, die, wie es bei einer Marspflanze nicht verwundert, auch sehr eisenhaltig ist und deren Wirkstoffe in der Wurzel die Manneskraft stärken können. Und noch viel deutlicher wird die Marskraft in den roten, brennend scharfen Chilischoten. Das Giftprinzip ist ebenfalls stark vertreten, da Giftpflanzen oft Mars und Saturn zugeordnet werden.

 

• Aronstab: Hals- oder Stimmbandentzündung

• Bärenklau (brennt, hautreizend, photosensibilisierend)

• Robinie

• Brennnessel (eisenreich, im Frühjahr den Saft trinken, Wurzel: Prostatahypertrophie,

Brennnesselsamen: Erhöht die Spermienproduktion bei Männern)

• Taigawurzel (sibirischer Ginseng)

• Kapuzinerkresse

• Knoblauch: Hypertonie

• Kren

• Mäusedorn

• Rettich

• Rose

• Sanddorn: ist eine Pionierpflanze – wächst im Geröll im Gebirge, in heißen Ländern, an den Küsten der Nord- und Ostsee

• Schlehe

• Silberdistel

• Echinacea: Immunstärkend

• Zwiebel

 

Giftpflanzen

• Berberitze: Schuppenflechte, entgiftet

• Brechwurz (Nux vomica)

• Seidelbast: Fieberblase, Gürtelrose

 

Bachblüten

• Gorse (Ulex europaeus) Stechginster

• Holly – Stechpalme

• Hornbeam – Hainbuche

 

Das Jupiterprinzip

Die Jupiterkraft strahlt über die Stirn in den Körper und hilft, die ordnenden Gedanken zu entwickeln, die uns die Welt in großen Zusammenhängen sehen lassen. Jupiter, der patriarchalische Herrscher über die Götter des Olymp, die mächtige Vatergottheit, herrscht zwar im Prinzip jovial, sein Zorn kann aber furchtbar sein. Das Jupiterprinzip steht für Größe und Stärke, Gerechtigkeitssinn und soziales Empfinden, Optimismus und Harmoniebestreben. Die Verwirklichung des Jupiterprinzips ermöglicht es dem Menschen, sein Leben „im Griff “ zu haben, ist die Fähigkeit zu umsichtiger Lebensgestaltung. Auf der körperlichen Ebene zeigt sich das Jupiterprinzip im Aufbau und Wachstum. Das Jupiterorgan im Körper ist die Leber, die größte Drüse des Körpers, die in der chinesischen Medizin – sie sieht die Organe als Mitglieder einer Regierung – als

General der Armee betrachtet wird. Die Aufgabe des Generals besteht darin, zu planen und vorauszusehen, um siegen zu können, Korn einzulagern, um für Zeiten schlechter Ernten vorzusorgen. Und die Leber ist tatsächlich nicht nur ein Entgiftungsorgan, sondern Speicherorgan für Vitamine und wichtige Mineralstoffe. Das Jupiterprinzip beeinflusst auch die Bildung aller halbweichen Formen im Körper. Das Saturnprinzip schafft das Skelett, Jupiter umkleidet es mit Sehnen, die eine Verbindung zum Muskelsystem, das dem Mars zugeordnet wird, schaffen.

 

Organe

Leber, Sehnen, Gelenke, Knorpel, Bandscheibe, Bindegewebe, alle Leberleiden und Sehnenerkrankungen

 

Symptomatik bei Jupiter

Charakterbildung und Temperament, Leberprobleme, Statikprobleme, Gelenksprobleme

 

Übermaß an Jupiter

• Perfektionswahn

• Prunksucht

• Pathetisch

• Prahlerisch

• Herrschsucht – Bonze

• Ödematöse Schwellungen

• Hepatitis

 

Mangel an Jupiter

• Kriecherisch

• Devot

• Deformationen

• Arthrose

• Bindegewebsschwäche

• Leberzirrhose

 

Jupiterpflanzen

Jupiterpflanzen zeigen Verholzungstendenz: Laubbäume mit hohen Stämmen, Pflanzen mit essbaren Früchten oder Nüssen und Ölpflanzen wie der Ölbaum (Olivenbaum, Olea europaea). Überhaupt zeigt sich Jupiter in majestätisch aufrechter Gestalt wie man sie bei der Erzengelwurz (Angelica archangelica) aber auch der Eiche (Quercus sp.) sehen kann. Die Artischocke (Cynara scolymus) mit ihrem aufrechten Wuchs und ihren essbaren Köpfchen ist als Jupiterpflanze ein Leberheilmittel. Das Prinzip zeigt sich auch in Pflanzen mit Blüten in einer prächtigen Farbskala von gelb über orange bis zum majestätischen

purpurrot. Speicherwurzeln wie die des Löwenzahn (Taraxacum off.) zeigen ebenfalls das Jupiterprinzip und so verwundert es nicht, dass er auch eine ganz wichtige Leberheilpflanze ist.

• Artischocke

• Löwenzahn

• Eiche

• Walnuss: wirkt sich positiv auf das Gehirn aus

• Nelkenwurz

• Klette: Klettfrüchte helfen der Leber bei der Entgiftung

• Engelwurz

• Gelber Enzian

• Odermennig

• Rosskastanie

• Wegwarte

 

Bachblüten

• Agrimony (Agrimonia eupatoria) - Odermennig

• Chestnut Bud – Kastanienknospe

• Oak – Eiche

• Walnut – Walnuss

• White Chestnut – Rosskastanie

• Wild Oat – Wald Trespe

 

Das Saturnprinzip

Der Saturn ist der Hüter der Schwelle zur Welt kosmischen Bewusstseins. Er ist der Herr der Zeit, aber auch der Transformation, des Todes. Die Saturnsphäre ist der tiefe, graue Winter. Als Santa Claus oder Väterchen Frost kommt er aus dem dunklen Tannenwald, in dem die Wölfe heulen. Sein Metall ist das Blei und seine Farbe bleigrau oder ein melancholisches Blau und der Geschmack, den er regiert ist bitter und zusammenziehend.

Das Saturnprinzip hinterlässt mit seiner verdichtenden, konzentrierenden Kraft das Skelett im Körper, das feste, mineralische Gerüst und bildet als Ausdruck der Polarität von Tod und Leben das Knochenmark und die Milz. Störungen des Saturnprinzips zeigen sich in Krankheiten mit Ablagerungen und Steinbildungen, Arteriosklerose, Nierensteine, aber auch Osteoporose und Arthrosen sind der Ausdruck eines Saturnproblems. Auch die Zähne, die Haare und die Haut werden von diesem Prinzip beeinflusst.

 

Organe

Knochen, Knochenmark, Milz, Bindegewebe, Sinnesorgane, Haut (Grenze herstellen)

 

Symptomatik bei Saturn

Krankheiten, die zur Verhärtung führen (sklerotisierende Prozesse), trockene und kalte Leiden, Herr der chronischen und langsamen Prozesse, allgemeine Knochenleiden

 

Übermaß an Saturn

• Tierischer Ernst

• Tyrann

• Sturheit

• Keine Wärme

• Austrocknung, Osteoporose

• Chronische Erkrankungen

• Morbus Bechterew

• Vorzeitige Alterung

• Trockene, kalte Leiden

• Ertauben

• Altersschwindel

• Schuppenflechte

 

Mangel an Saturn

• Alzheimer

• Demenz

• Sinne werden dumpf

• schwache Ossifikation

• Bänderschwäche

 

Saturnpflanzen

Saturnpflanzen sind besonders langlebige oder im Extremklima wie dem Hochgebirge wachsende, erdgeschichtlich „alte“ Pflanzen wie die Moose, Farne und Flechten und die Nadelbäume sind dem Saturn zuzuordnen. Die Eibe (Taxus baccata) ist eine typische Saturnpflanze und auch alle anderen immergrünen wie der Efeu (Hedera helix) oder das Immergrün (Vinca minor), denen man lebensverlängernde Wirkung aufgrund der Saturnwirkung zuschrieb und die tatsächlich bei Altersproblemen hilfreich sein können. Silbergraue, schmale Blätter mit bitterem Geschmack hat der Wermut (Artemisia absinthium), der geschwächte Menschen tonisieren kann ebenso wie die blaublühende Wegwarte (Cichorium intybus). Zwei typische Saturnpflanzen, die helfen können, Wirbelsäule, Knochen und das Bindegewebe zu stärken sind der Bambus (Bambusa nodosa) und der Schachtelhalm (Equisetum arvense).

• Ackerschachtelhalm: Osteoporose (Equisetum arvense)

• Bambus

• Flechten

• Isländisches Moos

• Beinwell: Knochenbrüche

• Efeu: Hustenmittel für alte Leute

• Buchsbaum

• Hirschzunge: Anabole Wirkung (gibt alle Menschen Kraft – Muskel Elixier)

• Holunderfrüchte

• Kalmus = Saturn, Mond, Sonne, Mars

o Wurzel schleimig = Mond

o Ätherisches Öl = Sonne

o Wurzel scharf = Mars

o Aussehen = Saturn

• Mistel: Tumore

• Edelweiß

• Ehrenpreis

• Nadelbaum: Tannenwipfelsirup – zum Entschleimen, Gemmomazerat – lässt Knochen wachsen

 

Giftpflanzen

• Alraune

• Eisenhut

• Herbstzeitlose

• Nieswurz (Schneerose)

• Thuje

 

 

Aus: Mitteilungsheft 85/2012

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